Zervixkarzinom

1.0

September 2014



NrQI 1
TitelVorstellung in Tumorkonferenz
ZählerAnzahl Patientinnen mit Vorstellung in der Tumorkonferenz
NennerAlle Patientinnen mit Erstdiagnose, Rezidiv oder neuaufgetretener Fernmetastasierung eines Zervixkarzinoms
Referenz Empfehlung5.2
Alle Patientinnen mit Zervixkarzinom sollen in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, starker Konsens

Anmerkungen: Teilnehmer der Tumorkonferenz sind Gynäkoonkologe, Pathologe, Radiologe, Radioonkologe
Anmerkungen


NrQI 2
TitelAngaben im Befundbericht bei Erstdiagnose und Tumorresektion
ZählerAnzahl Patientinnen mit Befundberichten mit Angaben zu:
• histologischer Typ nach WHO
• Grading
• Nachweis/Fehlen von Lymph- oder Veneneinbrüchen (L- und V- Status)
• Nachweis/Fehlen von Perineuralscheideninfiltraten (Pn-Status)
• Staging (pTNM und FIGO) bei konisierten Patientinnen unter Berücksichtigung des Konisationsbefundes
• Invasionstiefe und Ausdehnung in mm bei pT1a1 und pT1a2
• dreidimensionale Tumorgröße in cm (ab pT1b1)
• minimaler Abstand zu den Resektionsrändern
• R-Klassifikation (UICC)
NennerAlle Patientinnen mit Erstdiagnose Zervixkarzinom und Tumorresektion
Referenz Empfehlung8.1
Die Tumortypisierung soll nach der letzten Auflage WHO-Klassifikation erfolgen.

8.3
Die Stadieneinteilung soll nach der letzten Auflage der TNM-Klassifikation erfolgen.

8.4
Der Diagnose eines mikroinvasiven Zervixkarzinoms soll die Definition der jeweils aktuellen Auflage der WHO- und TNM-Klassifikation zugrunde gelegt werden.

8.9
Die morphologische Aufarbeitung soll so erfolgen, dass alle therapeutisch und prognostisch relevanten Parameter erhoben werden können. Der Befunderstellung soll die jeweils gültige WHOKlassifikation zur Tumortypisierung und die aktuelle TNM-Klassifikation zur Stadieneinteilung sowie die R-Klassifikation (UICC) zugrunde gelegt werden.

8.10
Der Befundbericht soll folgende Angaben beinhalten:
• histologischer Typ nach WHO
• Grading
• Nachweis/Fehlen von Lymph- oder Veneneinbrüchen (L- und V- Status)
• Nachweis/Fehlen von Perineuralscheideninfiltr aten (Pn-Status)
• Staging (TNM)
• Invasionstiefe und Ausdehnung in mm bei pT1a1 und pT1a2
• dreidimensionale Tumorgröße in cm (ab pT1b1)
• minimaler Abstand zu den Resektionsrändern
• R-Klassifikation (UICC)

8.11
Die morphologische Aufarbeitung soll so erfolgen, dass alle therapeutisch und prognostisch relevanten Parameter erhoben werden können. Der Befunderstellung soll die jeweils gültige WHOKlassifikation zur Tumortypisierung und die aktuelle TNM-Klassifikation zur Stadieneinteilung sowie die R-Klassifikation (UICC) zugrunde gelegt werden.

8.13
Der Befundbericht soll folgende Angaben beinhalten:
histologischer Typ nach WHO

• Grading
• Nachweis/Fehlen von Lymph- oder Veneneinbrüchen (L- und V- Status)
• Nachweis/Fehlen von Perineuralscheideninfiltr aten (Pn-Status)
• Staging (TNM), bei konisierten Patientinnen unter Berücksichtigung des Konisationsbefundes
• Invasionstiefe und Ausdehnung in mm bei pT1a1 und pT1a2
• dreidimensionale Tumorgröße in cm (ab pT1b1)
• minimaler Abstand zu den Resektionsrändern
• R-Klassifikation (UICC)
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, starker Konsens

Anmerkung: WHO-Klassifikation siehe [75]. (Stand: 01.2014) TNM-Klassifikation siehe [76]
Anmerkungen


NrQI 3
TitelAngaben im Befundbericht bei Lymphonodektomie
ZählerAnzahl Patientinnen mit Befundbericht mit Angabe zu:
• Zahl befallener LK im Verhältnis zu entfernten LK
• Zuordnung zur Entnahmelokalisation (pelvin/paraaortal)
• Angabe der größten Ausdehnung der größten LKmetastase in mm/cm
• Angabe des Fehlens/Nachweises eines Kapseldurchbruches der LK-metastase.
NennerAlle Patientinnen mit Zervixkarzinom und Lymphonodektomie
Referenz Empfehlung8.15
Bei Lymphonodektomiepräparaten im Rahmen der operativen Therapie beim Zervixkarzinom sollen alle entfernten Lymphknoten histologisch untersucht werden

8.17
Der Befundbericht soll folgende Angaben beinhalten: Angabe der Zahl der befallenen Lymphknoten im Verhältnis zur Zahl der entfernten Lymphknoten in Zuordnung zur Entnahmelokalisation (pelvin/paraaortal)

Hintergrundtext:
Anforderungen an den histologischen Befundbericht bei Lymphonodektomiepräparaten sind:
• Angabe der Zahl der entfernten/untersuchten LK in Zuordnung zur Entnahmelokalisation
• Angabe der Zahl der befallenen LK im Verhältnis zur Zahl der entfernten/untersuchten LK in Zuordnung zur Entnahmelokalisation
• Angabe der größten Ausdehnung der größten LK-metastase in mm/cm
• Angabe des Fehlens/Nachweises eines Kapseldurchbruches der LK-metastase
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, starker Konsens (8.15) bzw. Konsens (8.17)
Anmerkungen


NrQI 4
Titelzytologisches/histologisches Lymphknotenstaging
ZählerAnzahl Patientinnen mit zytologischem/histologischem LK-staging
NennerAlle Patientinnen mit Zervixkarzinom FIGO Stadium > = IA2 – IVA
Referenz Empfehlung9.2
Die Therapie soll in Abhängigkeit des histologischen Tumorstadiums erfolgen, verifiziert mittels Operativem Staging oder Interventioneller Diagnostik.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, Konsens

Anmerkungen:
Zytologisches/Hist ologisches LKStaging = für Diagnostik; keine Lymphonodektomie
Anmerkungen


NrQI 5
TitelCisplatinhaltige Radiochemotherapie
ZählerAnzahl Patientinnen mit cisplatinhaltiger Radiochemotherapie
NennerAlle Patientinnen mit Erstdiagnose Zervixkarzinom und primärer Radiochemotherapie
Referenz Empfehlung11.4
Bei der Patientin mit Zervixkarzinom soll bei Indikationsstellung zu einer primären Radiotherapie ab Stadium IB2 diese in Kombination mit einer cisplatinbasierten Chemotherapie erfolgen.
Evidenzgrundlage/weitere informationenGoR:A, Konsens
LoE 1++ [22, 23]
Anmerkungen


NrQi 6
TitelAdjuvante Radio(chemo)therapie
ZählerAnzahl Patientinnen mit adjuvanter Radio(chemo)therapie
NennerAlle Patientinnen mit Erstdiagnose Zervixkarzinom und radikaler Hysterektomie
Referenz EmpfehlungAbgeleitet von einer Zielstellung der Leitlinie:

Erhebung des Status quo der medizinischen Versorgung, insbesondere Bezugnehmend auf den Qualitätsindikator 6 zur adjuvanten Radio(chemo)therapie, da keine Daten existieren, wie viele Patientinnen stadiengerecht adjuvant mit einer kombinierten cisplatinhaltigen Radio(chemo)-therapie behandelt werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenQualitätsziel

Aktuell: Erfassung des status quo und

Langfristig: Reduktion der adjuvanten Therapie zugunsten einer alleinigen primären Operation oder einer alleinigen Radio(chemo)therapie im Risikokollektiv (unimodale Therapie)
Anmerkungen


NrQI 7
TitelHistologische Sicherung
ZählerAnzahl Patientinnen mit prätherapeutischer histologischer Sicherung
NennerAlle Patientinnen mit Zervixkarzinom und Therapie eines Lokalrezidiv
Referenz Empfehlung17.4
Bei Verdacht auf ein lokoregionäres Rezidiv soll die histologische Sicherung erfolgen
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, Konsens
Anmerkungen


NrQI 8
TitelAusbreitungsdiagnostik beim Lokalrezidiv
ZählerAlle Patientinnen mit bildgebender Diagnostik (CT-Thorax u. Abdomen u. SkalenusUltraschall) zum Ausschluss von Fernmetastasen
NennerAlle Patientinnen mit Lokalrezidiv eines Zervixkarzinoms
Referenz Empfehlung18.1
Bei Auftreten eines Lokalrezidivs soll zur Therapieplanung eine entsprechende bildgebende Diagnostik zum Ausschluss von Fernmetastasen erfolgen.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, starker Konsens
Anmerkungen


NrQI 9
TitelExenteration
ZählerAnzahl Patientinnen mit lokaler R0Resektion
NennerAlle Patientinnen mit Zervixkarzinom u. Tumorrezidiv u. Exenteration
Referenz Empfehlung18.5
Die Exenteration beim Rezidiv soll nur erfolgen, wenn eine Resektion in sano möglich erscheint und keine Fernmetastasierung vorliegt.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEK, starker Konsens
Anmerkungen