Mundhöhlenkarzinom

2.0

12.2012



NrQI 1
TitelPrimärdiagnostik/Klinische Untersuchung
ZählerAnzahl Patienten mit HalsNasen-Ohrenärztlicher Untersuchung zum Ausschluss synchroner Zweittumore
NennerAlle Patienten mit Primärdiagnostik eines Mundhöhlenkarzinoms
Referenz EmpfehlungNr. 8 Zum Ausschluss synchroner Zweittumore soll im Rahmen der Primärdiagnostik des Mundhöhlenkarzinoms eine HalsNasen-Ohrenärztliche Untersuchung, ggf. eine Endoskopie durchgeführt werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenGCP, starker Konsens

ergänzenden Anmerkungen:
Eine Zusammenarbeit zwischen MKG und HNO ist wünschenswert. Grundsätzlich soll eine Überweisung an HNO erfolgen.
Anmerkungen


NrQI 2
TitelBildgebende Verfahren und weitere Diagnostik/ Bildgebende Verfahren und Diagnostik zum Nachweis einer Metastasierung
ZählerAnzahl Patienten mit Untersuchung der Region von der Schädelbasis bis zur oberen Thoraxapertur mit CT oder MRT zur Feststellung der N-Kategorie
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom
Referenz EmpfehlungNr. 17 Zur Feststellung des NStadiums soll die gesamte Region von der Schädelbasis bis zur oberen Thoraxapertur mit der CT oder MRT untersucht werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEmpfehlung LoE 2+, starker Konsens

Literatur: Leitlinienadaptation SIGN: (67) (91); de novo: (87) (92) (93) (94) (89)
Anmerkungen


NrQI3
TitelBildgebende Verfahren und weitere Diagnostik/ Bildgebende Verfahren und Diagnostik zum Ausschluss synchroner Zweittumoren, Fernmetastasen, unbekannter Primärtumoren (CUP) und Rezidive
ZählerAnzahl Patienten mit Thorax CT zum Ausschluss pulmonalen Tumorbefalls (Filia, Zweitkarzinom)
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom Stadium III + IV
Referenz EmpfehlungNr. 21 Bei Patienten mit fortgeschrittenem Mundhöhlenkarzinom (Stadium III, IV) soll zum Ausschluss eines pulmonalen Tumorbefalls (Filia, Zweitkarzinom) ein Thorax-CT durchgeführt werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEmpfehlung LoE 3, starker Konsens

Literatur: Leitlinienadaptation SIGN: (125); de novo: (126) (127) (128)
Anmerkungen


NrQI 4
TitelBiopsie und Histopathologie
ZählerAnzahl Patienten, bei denen der histopathologische Befund wie folgt dokumentiert ist: Tumorlokalisation, makroskopische Tumorgröße, histologischer Tumortyp nach
WHO, histologischer Tumorgrad, Invasionstiefe, Lymphgefäß-invasion, Blutgefäßinvasion und perineurale Invasion, lokal infiltrierte Strukturen, Klassifikation pT, Angaben befallenen Bezirken und infiltrierten Strukturen, R-Status
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom und Operation
Referenz EmpfehlungNr. 28 Der histopathologische Befund soll in Kommunikation mit dem Kliniker die genaue Lokalisation einer ggf. vorliegenden R+-Situation beschreiben. Das Tumorpräparat soll mit klarer Bezeichnung der anatomischen Topographie an den Pathologen geschickt werden. Hierzu kann eine Faden- oder Farbmarkierung erfolgen. Der histopathologische Befund soll umfassen: Tumorlokalisation, makroskopische Tumorgröße, histologischer Tumortyp nach WHO, histologischer Tumorgrad, Invasionstiefe, Lymphgefäßinvasion, Blutgefäßinvasion und perineurale Invasion, lokal infiltrierte Strukturen, Klassifikation pT, Angaben befallenen Bezirken und infiltrierten Strukturen, R-Status.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEmpfehlung LoE 2++, starker Konsens

Literatur: Leitlinienadaptation SIGN: (139) (140) (141) (142) (143) (144) (145) (146) (147) (148) (149) (150) (151) (152) (153) (154) (155) (156)
Anmerkungen


NrQI 5
TitelBehandlungsempfehlungen
ZählerAnzahl Patienten mit interdisziplinärer Behandlung nach Abstimmung in Tumorboards unter Beteiligung der Fachdisziplinen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Strahlentherapie, Onkologie, Pathologie und Radiologie
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom
Referenz EmpfehlungNr. 30 Die Behandlung des Mundhöhlenkarzinoms soll interdisziplinär nach Abstimmung jedes individuellen Falls innerhalb von Tumorboards unter Beteiligung der Fachdisziplinen Mund-, Kieferund Gesichtschirurgie, Hals-NasenOhrenheilkunde, Strahlentherapie, Onkologie, Pathologie und Radiologie durchgeführt werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenGCP, starker Konsens

ergänzenden Anmerkungen:
Interdisziplinäre Behandlung wurde als sehr wichtig erachtet. Eine höchstmögliche Indikatorausprägung wird angestrebt.
Anmerkungen


NrQI 6
TitelBehandlungsempfehlungen/ Halslymphknotenausräumung
ZählerAnzahl Patienten mit elektiver Neck-Dissection
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom und cNO jeglicher T-Kategorie
Referenz EmpfehlungNr. 39 Bei Patienten mit klinisch unauffälligem Lymphknotenstatus (cN0) soll unabhängig vom TStadium eine elektive Neckdissection durchgeführt werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEmpfehlung LoE 3, starker Konsens

Literatur: Leitlinienadaptation SIGN: (234) (245) (246) (247) (248) (249) (250) (251) (252) de novo: (253) (254)
Anmerkungen


NrQI 7
TitelBehandlungsempfehlungen/ Strahlentherapie
ZählerAnzahl Patienten ohne Unterbrechung der Strahlentherapie
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom und Strahlentherapie
Referenz EmpfehlungNr. 46 Eine Unterbrechung der Strahlentherapie führt zu einer Verschlechterung der Tumorkontrolle und soll vermieden werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEmpfehlung LoE 2+, starker Konsens

Literatur: Leitlinienadaptation SIGN: (311) (312) (313)

ergänzenden Anmerkungen:
Definition „Unterbrechung“:
Eine Unterbrechung liegt vor, wenn sich dadurch der empfohlene Zeitraum bis zum Abschluss von 11 Wochen verzögert
Anmerkungen


NrQI 8
TitelBehandlungsempfehlungen/ Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie
ZählerAnzahl Patienten mit postoperativer Radio- oder Radiochemotherapie
NennerAlle Patienten mit T3/T4-Kategorie, knappen oder positiven Resektionsrändern, perineuraler oder Gefäßinvasion oder LK+
Referenz EmpfehlungNr. 53 Eine postoperative Radiooder Radiochemotherapie soll bei fortgeschrittenem T-Stadium (T3/T4), knappen oder positiven Resektionsrändern, perineuraler
Invasion, Gefäßinvasion und/oder Lymphknotenbefall erfolgen.
Evidenzgrundlage/weitere informationenEmpfehlung LoE 1++, Konsens

Literatur: Leitlinienadaptation SIGN: (239) (292) (364) (365) (366) (367) (293) (294)

ergänzenden Anmerkungen:
Definition „knapper“ Sicherheitsabstand: 1-3 mm
Anmerkungen


NrQI 9
TitelBehandlungsempfehlungen/ Prävention und Behandlung strahlenbedingter Begleiterscheinungen
ZählerAnzahl Patienten mit zahnärztlicher Untersuchung vor Beginn der Radio- oder Radiochemotherapie
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarziom und Radio- oder Radiochemotherapie
Referenz EmpfehlungNr. 60 Patienten sollen vor der Durchführung einer Radio/Radiochemotherapie im Bereich der Mundhöhle zur Vermeidung einer Osteoradionekrose eine
zahnärztliche Untersuchung und ggf. eine konservierende und/oder chirurgische Zahnsanierung erhalten.
Evidenzgrundlage/weitere informationenGCP, starker Konsens
Anmerkungen


NrQI 10
TitelNachsorge und Rehabilitation/ Psychosoziale Beratung und Betreuung
ZählerAnzahl Patienten mit dokumentiertem Angebot einer psychosozialen Betreuung durch einen Sozialarbeiter
NennerAlle Patienten mit Mundhöhlenkarzinom
Referenz EmpfehlungNr. 75 Patienten mit einem Mundhöhlenkarzinom soll eine psychosoziale Betreuung durch Sozialarbeiter angeboten werden.
Evidenzgrundlage/weitere informationenGCP, starker Konsens

ergänzenden Anmerkungen:
Durch den Sozialarbeiter soll das Vorhandensein des Angebotes an den Patienten kommuniziert werden.
Anmerkungen